Freistehen

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Wir wollen freistehen, das war uns von Anfang an klar und extrem wichtig. Für alle, die nicht wissen was in der Camperscene mit „freistehen“ gemeint ist. Hier unsere eigene Definition vom freistehen, so wie wir es gerne praktizieren.

Länger irgendwo in der freien Natur stehen, ohne dabei diese in irgendeiner Form zu verändern. Dabei das kostenlose, was uns die Natur bietet, nutzen und die Ruhe und Abgeschiedenheit von der Zivilisation genießen.

Aber unsere Definition vom Freistehen endet hier nicht.

Denn auch mitten in der Zivilisation, also bei Städtetouren, bedeutet freistehen für uns. Länger irgendwo legal in der Stadt zu stehen und diese auf eigene Faust erkunden zu können. Und abends dann in unserem Hightower, die Zeit zu genießen, den nächsten Tag zu planen und dort solange, wie wir es möchten, zu übernachten.

Eine Woche ist unser Ziel. Eine Woche wäre prima. Eine Woche reicht uns völlig aus, für alles, was auch immer wir vor Ort machen möchten.

Unsere Voraussetzungen

Sehr schnell war klar, das diese Art von freistehen, einiges an Voraussetzungen mit sich bringt. Um länger irgendwo stehen zu können, benötigen wir unbedingt Strom für den Kühlschrank, das Licht und die Wasserpumpe. Um mal hier die elementaren Dinge zu nennen.
Als zweites benötigen wir Wasser, um zu trinken, abzuwaschen, zu duschen, fürs Zähneputzen oder aber für die Toilettenspülung.
Und Stichwort Toilettenspülung. Eine Toilette war für uns ebenfalls eine zwingende Voraussetzung um lange und komfortabel freistehen zu können.

Über die Voraussetzungen lässt sich sicherlich Diskutieren, was allerdings keinen Sinn macht, da jeder seine eigene Vorstellung davon hat, was er elementar benötigt und was nicht.

Unsere Begrenzungen

Der in unserem Fahrzeug verbaut Wassertank hat ein Fassungsvermögen von 120 Litern, so dass bei uns für zwei Personen die Voraussetzung für gut eine. Woche freistehen erfüllt wäre.

Aber beim Strom sieht es nicht ganz so gut aus. Bei der Bestellung hatten wir eine zweite Aufbaubatterie mit dazu genommen, was an sich schon mal nicht schlecht ist. Aber diese Kapazität begrenzt uns auf nur maximal anderthalb Tage. Der erste Rückschlag.

Die Kassette der Toilette, wenn man diese so wie wir ausschließlich benutzt, ist nach zwei Tagen so gut wie voll. Und mit der Chemie, muss man zwingend eine Entsorgungsstation aufsuchen. Der zweite Rückschlag.

Zwischenfazit

Also von drei Dingen die absolut wichtig sind, um eine Woche lang freistehen zu können, sind zwei katastrophal begrenzend. Nach maximal anderthalb Tagen ist der Strom weg, die Wasserpumpe funktioniert nicht mehr und ebenso der Kühlschrank. Falls man damit noch leben könnte und die Toilette manuell nachspült, ist diese einen halbe Tag später auch voll.

Da nützt uns auch der größere Wasservorrat nichts. Das ist weit entfernt von unserer Definition vom freistehen der Woche freistehen, die wir als ideal empfinden würden. Und so mussten wir uns Gedanken machen, wie wir diese uns so wichtig Zeit auf eben diese eine Woche verlängern können.

Abhilfe

Bei der Toilette haben wir eine Lösung gefunden, die auf Chemie völlig verzichtet. Die Abluftanlage der Firma S.O.G. wird in der vorhandenen Kassettentoilette integriert und sorgt über ein Magnet dafür, das ein Ventilator anspringt, sobald der Schieber geöffnet wird.

Hier kommt Ihr zum Beitrag, wo wir den Einbau ein wenig dokumentiert haben.

Das versetzt uns nun in die Lage, die Toilette legal überall zu entleeren. Und zwar auf öffentlichen Toiletten, wenn wir eine Städtetour machen, oder in der Natur mit Hilfe von einem Spaten. Damit haben wir nicht nur keine von der Toilette zeitliche Begrenzung des freistehens mehr, sondern sind auch noch extrem Umweltbewusst, da wir komplett auf Chemie verzichten können und wollen. Und als i-Tüpfelchen des Systems, sind die Gerüche die beim Toilettengang zwangsläufig entstehen im Fahrzeuginneren auch Geschichte.

Bleibt als einzige Begrenzung noch die knappe Kapazität an Strom. Also wenn man nach anderthalb Tagen nicht fährt losfährt, wird auch kein neuer Strom über die Lichtmaschine produziert. Also entschieden wir uns hier für eine Solaranlage. Die Solaranlage produziert tagsüber den Strom, den wir den Batterien in der Nacht über entnommen haben und tagsüber verbrauchen.

Hier kommt ihr zum Beitrag, wo wir den Einbau ein wenig dokumentiert haben.

Unsere Solaranlage ist so groß dimensioniert, das wir im Sommer selbst unsere E-Bike Akkus mit je 300 Wh aufladen können und die Aufbaubatterien trotzdem bis abends komplett vollgeladen werden. Damit haben wir nun hier auch keine Begrenzung mehr.

Fazit

Durch unsere Maßnahmen haben wir es geschafft etwa eine Woche lang freistehen zu können. Die ursprünglichen Begrenzungen der Strom- und Toilettenkapazität sind mit unseren Maßnahmen praktisch weggefallen. Lediglich die Kapazität des Wasser begrenzt nun unseren Aufenthalt. Da dieser Vorrat aber unserer Idealvorstellung von einer Woche entspricht, brauchen wir keine weiteren Änderungen vorzunehmen.

Falls Ihr mehr dazu wissen wollt, oder Ihr ähnliches erlebt habe, schreibt uns doch.

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