SOG

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Wir wollen freistehen, das war uns von Anfang an klar und extrem wichtig. Für alle, die nicht wissen was in der Camperscene mit „freistehen“ gemeint ist.
Hier unsere eigene Definition vom freistehen, so wie wir es gerne praktizieren.
Aber nun zu unserem Problem mit der begrenzten Kassettenkapazität und wie wir es gelöst haben.

Begrenzte Kassettenkapazität der Toilette

Da wir in der Regel ausschließlich auf unsere Toilette gehen, ist diese nach zwei Tagen auch ziemlich gut gefüllt, also besser gesagt, jetzt reicht es. Und wir mussten uns immer auf die Suche nach einer Entsorgungsstation machen. Diese ist aber leider manchmal einige Kilometer weit entfernt, so dass aus dem freistehen nichts wird wenn man alle zwei Tage 20 km zum Entsorgen fahren muss. Falls es in der Nähe ist geht es meistens, aber in der Walachei ist es dann schon sehr störend.

Chemie verhindert die Entsorgung

Nach einer ausgiebigen Recherche war klar, das es da nicht viele Möglichkeiten gibt. Eine zweite Kassette anschaffen, um den Aufenthalt auf vier Tage strecken zu können. Hm. Das wäre besser aber nicht so optimal, wie wir es uns gewünscht hätten. Und letztlich verhindert ja nur die Chemie, die Entsorgung in einer normalen öffentlichen Toilette, geschweige denn in ein mit dem Spaten gegrabenes Loch. Denn das wäre pure Umweltverschmutzung und nicht zu entschuldigen.
Die Möglichkeit, die wir nun für uns in Betracht gezogen haben, ist eine kleine Abluftanlage der Firma SOG*, mit der unsere Toilette chemiefrei bleibt. Und damit wäre das Problem endgültig vorbei.

Umsetzung

Nachdem wir unsere Version der SOG nämlich für die SOG 1 3000A für Dometic CT3000* in dunkelgrau bestellt haben, ging es an den Einbau.

Unbegrenzte Kapazität

Unbegrenzte Kapazität ist natürlich nicht vorhanden, aber die Standzeit beim freistehen ist durch die SOG* natürlich nicht mehr beeinträchtigt. Wenn die Toilette voll wird kann man diese einfach in der nächsten öffentlichen Toilette entsorgen und muss nicht weit entfernte spezielle Entsorgungsstationen anfahren. Auch in der freien Natur ist es nun möglich, die natürlichen Exkremente zu entsorgen. Wir hören jetzt schon den Aufschrei bei einigen besorgten Menschen, aber wir können da beruhigen. Das passiert eher nur im Notfall. Aber es ist möglich, einen Spaten* haben wir dabei. Und wenn wir diese Prozedur in der Not anwenden müssen, dann ist das Loch weit genug von der Zivilisation bzw. den Wegen entfernt. Es ist tief genug, das nichts irgendwie herauslaufen kann und danach wird es wieder zugeschaufelt, das man auch nichts mehr sehen kann. Auch wenn jemand über unsere verbuddelten Exkremente geht, passiert absolut gar nichts, weil alles unter der Erde ist. Und deshalb wird derjenige nie wissen das wir dort unsere Notfallsituation vergraben haben und das absolut chemiefrei und total Bio ;-). Aber wie gesagt, Notfall, keine normale Option.

Fazit

Und jetzt nach knapp ein Jahr im Betrieb, können wir nur sagen, das war die beste Entscheidung, die wir hätten Treffen können. Zweimal in diesem Jahr hatten wir oben genannten Notfall, sonst konnten wir immer die Möglichkeiten der öffentlichen Toiletten nutzten. Und das Beste ist der tolle Nebeneffekt, das es in unserer Toilette keine Gerüche mehr gibt. Man muss sich halt daran gewöhnen mit offenem Schieber sein Geschäft zu verrichten, dann ist es angenehmer als zu Hause, weil man selber nichts mehr riecht, geschweige denn die anderen im Wohnmobil.

Update

Für die SOG Dometic gibt es einen anderen Anschlußstutzen, damit keine Flüssigkeit mehr in den Schlauch schwappen kann. Beim kauf solltet Ihr darauf achten, das Ihr den neuen Stutzen dabei habt. Wenn nicht kann man Ihn kostenlos bei der Firma SOG anfordern.

P.S.

Eine Anmerkung für die Notfallskeptiker muss ich hier aber noch loswerden. Als wir an Europas größte Wanderdüne waren, die Dune de Pyla in Frankreich, war der unter Naturschutz stehende Wald von den Besuchern (wahrscheinlich die ohne Wohnmobil bzw. eigener Toilette), und ich muss es jetzt leider so sagen wie es ist, komplett „vollgeschissen“. Und Ihr könnt mir glauben, Karin hat lange mit mir diskutiert, dass ich das so nicht schreiben kann, aber nur diese ordinäre Wortwahl, drückt annähernd die Situation aus, die man an den Parkplätzen dort vorfindet. Als wir mit unserer Kassette unsere erste Notfallsituation bestreiten wollten und den ersten Schritt vom Parkplatz in den Pinienwald machten, sahen wir ein „Meer“ wirklich ein „Meer“ aus Fäkalien, Toilettenpapier und Taschentüchern. Dieser Naturschutzwald wurde offensichtlich von den Besuchern aufgesucht, die es wohl nicht mehr bis zur nächsten Toilette geschafft haben. Aber so viele? Das war echt ein absolutes Negativerlebnis, wobei die Düne selber wunderschön ist. Aber um zurück auf den Punkt zu kommen. Da finden wir die Notfallsituation unser SOG* mit unserem Spaten* nicht nur optisch sehr viel angenehmer.

Falls Ihr mehr dazu wissen wollt, oder Ihr ähnliches erlebt habt, schreibt uns doch.

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